Das morgendliche Gassi gehen

Schafe

Als der Sommer wieder in seine Hochsaison gestartet war, hatten wir es uns angewöhnt, dass wir wieder morgens um 8.00 h zum Gassi gehen an der Donau unterwegs waren. Einstein und ich haben das genossen. Zum einen, weil es herrlich angenehm kühl war und man trotzdem keine Jacke benötigte, zum Anderen weil noch keine anderen Hundibesitzer unterwegs waren. Was ja eigentlich schade ist, trifft man sich doch hin und wieder zu einem netten Pläuschchen. Gut war es aber trotzdem, weil es uns trotz größter Bemühungen nicht gelungen ist Einstein gut zu erziehen, so dass er sich bei Gefahr leider nicht abrufen lässt. Na ja, ist halt so, deswegen sind wir froh, wenn wir alleine sind.

Wie auch in Ostfriesland, werden unsere Dämme regelmäßig von den Schafen gepflegt. Ich komme deswegen auf Ostfriesland, weil ich derzeit unzählige Ostfriesenkrimis lese und da sitzen die Detektive immer am Damm und denken über ihre Fälle nach. Und nun war es wieder einmal so weit. Die Schafe ziehen an den Dämmen entlang und kehren erst im Winter wieder in ihr Winterlager zurück. Abends werden die Schafe an den jeweiligen Plätzen eingepfercht. Der Schäfer fährt nach Hause. Die Schafe übernachten gerade da wo sie angekommen sind.

Schafe

Dieses Mal haben sie auf unserem Gassi Weg übernachtet und gerade als wir auf dem Heimweg waren, wurden die Schafe zum Herdentrieb abgeholt.

Die Schäfersleute sind zu zweit und haben 3-4 Hunde mit. Es ist interessant zu beobachten wie die Hunde auf Kommando die Herde zusammentreiben. Die meisten Schafe haben ziemlichen Respekt, aber wie überall gibts auch hier einige aufmüpfige Exemplare die sich eine extra Zurechtweisung, in Form eines Bisses in die Beine, verdient haben

Die Schafe mussten beim Weitertrieb der Herde eine Verkehrsstraße wechseln. Die Hunde treiben die Scharf so stark an, dass diese wirklich im Galopp die Straße überqueren und erst wieder zur Ruhe kommen, wenn sie sich auf Weideplätzen befinden. Das sieht ziemlich rasant aus und es ist absolut beeindruckend wie die Tiere unter Kontrolle gehalten werden. Es sind ja nun doch einige, vielleicht so 150 Stück, wenn nicht mehr.

Ich bin immer wieder erfreut, wenn wir den Schäfer und seine Herde treffen, auch die Hunde sind uns inzwischen gut bekannt, die uns neugierig begrüssen und sich mit Einstein beschnuffeln. Einstein ist jetzt nicht wirklich so der Schisser, doch hin und wieder, so kommt es mir vor, sind ihm diese Hunde etwas zu groß, vor allem wenn sie zu zweit und dritt unterwegs sind um ihn zu begrüßen, oder auch nicht. So hundertprozent ist das nicht unbedingt ersichtlich.

Alles in allem war das wieder einmal ein eher abenteuerlichers Gassi gehen.

Seid herzlich gegrüßt

Eure

TOSCAminnis

Veröffentlicht am 10. November 2020.


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