Mord an der Donau :-)

Vor kurzem habe ich ja schon berichtet, dass Krimis meine Leidenschaft sind. Natürlich ist da eine ganz gehörige Portion Phantasie dabei und was liegt näher als Donau und Wasserleichen.

Hin und wieder wenn etwas Hochwasser ist, schwimmen manchmal schon scurrile Objekte vorbei, wo man optisch nicht weiß was es ist und es geht gedanklich mit einem durch. Letztens war es wieder einmal soweit mit etwas Hochwasser. Vom Ufer in den Fluß ragen Steindünen, die vermutlich die Wellen der Schifffahrt brechen sollen. Ich denke die sind gut 30 m lang und auf eben solch einer Düne lag vor einiger Zeit eine riesen große Plane.

düne

 

Die Plane ist dementsprechend weit weg, so dass nicht zusehen ist ob evtl. mit der Plane noch wer weiß was angeschwemmt wurde. Das regt die grauen Krimiromanlesezellen an. In jedem steckt eine kleine Miss Marple.  Natürlich hätte ich beachtet, dass ich nichts anfassen darf um keine Spuren zu beseitigen usw.. Letztendlich ersetzen ein umfangreiches Krimiwissen eine fundierte Ausbildung bei der Polizei. Miss Marple und Herr Stinger, Adelheid und ihre Mörder und auch Adele und Herr Stingermann haben das hinlänglich bewiesen. Mit dem Gedanken, dass ich gar nicht wissen will wie der Inhalt der Plane aussieht und der Entscheidung, dass ich mein Wissen über Spurensicherung gar nicht testen möchte, setzen wir unseren Spaziergang fort.

Am nächsten Tag ist Sonja mit dabei und ich erzähle ihr von dem vermeintlichen Fund und wies hergeht liegt die Plane immer noch da. Sonja ist mit einer gehörigen Portion von „Makaberem“ ausgestattet. Es war ihr nicht zu blöd über die Felsen zu klettern um zu kontrollieren ob es sich wirklich nur um eine Plane handelt, Einstein gleich hinterdrein, der ist mindestens so neugierig wie sein Frauchen. Wie der Herr so das Gescherr. Na ja, letztendlich mußte Sonja mit einem deutlichen Anflug des bedauerns feststellen, dass es sich wirklich nur um eine angeschwemmte Plane gehandelt hatte.

So ganz wohl war mir ehrlich gesagt, bei diesem Exkurs nicht, man weiß ja nie was einen so alles erwartet. Meine Leichen mag ich lieber in den Krimis und dann am besten gleich 5 auf den ersten 10 Seiten, das zeichnet einen guten Krimi aus.

Hin und wieder träume ich jedoch davon, dass Teile des Nibelungenschatzes an der Donau angeschwemmt werden und ich sie finden darf. Aber ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, wurde der im Rhein versenkt. Aber hoffen darf man doch, oder ? Vielleicht gibts ja unterirdische Verbindungen zwischen den Flüssen.

Heute haben wir kleine Schätze nach Hause gebracht, viele verschiedene Steine für eine Blumenvase, Treibholzstöckchen und Pfaffenhütchen. Die stehen nun auf unserem Tisch und wir freuen uns jeden Tag über die herrlichen Herbsttage.

Liebe Grüße

von Euren

TOSCAminni`s

Veröffentlicht am 12. Januar 2020.


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