Nr. 7 Die Overlock mag keine Stecknadeln

naehtipp

 

 

 

Wem ist  das nicht schon passiert, dass er seine Overlock aufgrund vergessener Stecknadeln geschrottet hat. Das Messer ist kaputt und die Reparatur ist teuer. Zumal es bei vielen von Euch auch so sein wird, dass der nächste Nähmaschinenhändler ewig weit weg ist, so wie bei mir. Ich fahre da locker flockig 1 Stunde, wenn nichts los ist. Eine ganz ärgerliche Sache und richtig teuer.

Deswegen bin ich inzwischen sehr vorsichtig geworden, mir meine Projekte, die mit der Overlock genäht werden, mit Stecknadeln zu fixieren.

Gott sei Dank gibt es inzwischen schöne Alternativen. Es gibt Klebeband von Farbenmix und von Prym. Kann sein, dass es auch noch andere Marken gibt, die mir jedoch leider nicht bekannt sind. Ich verlasse mich auf das, was sich bewährt hat.

Mit den kleinen Nähklammern musste ich mich erst anfreunden. Ich empfinde sie als etwas klobig und unhandlich. Trotzdem haben wir inzwischen Freundschaft geschlossen, nicht besonders innig, aber immerhin. Wenn es nur darum geht, 2 Lagen zusammenzuhalten, bevorzuge ich die kleinen Klammern.

 

 

Klammern

 

Nadelkissen Geht es etwas genauer, verwende ich nach wie vor Stecknadeln, die jedoch längs der Naht gesteckt werden und natürlich mit entsprechend großem Abstand zum Messer der Overlock.

Meine Mutter hat, als ich klein war, ebenfalls sehr viel genäht. Ich kann mich noch gut erinnern, wenn die Nachbarin kam und meine Oma, meine Mom und die Nachbarin bei uns auf der Eckbank saßen, um zu nähen oder zu sticken. Unsere Nachbarin war eine gelernte Weißnäherin. Einen Beruf, den es heute so nicht mehr gibt. Sie hat praktisch die Aussteuer mit Monogrammen der jeweils heiratswilligen Damen bestickt.

Sie hatte übrigens eine Stickmaschine, bei der man die Motive frei führen musste. Sie hat es perfekt beherrscht.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte, zu der damaligen Zeit war es ein absoluter Luxus Stecknadeln mit Glasköpfen zu besitzen. Meine Mom hatte einige und ich habe sie geliebt. Später in meinem „Schneiderinnendasein“ habe ich mir natürlich Stecknadeln mit bunten Glasköpfen gegönnt. Es ist einfach schön,  mit hübschen Sachen zu arbeiten. Nach einem Dirndlkurs bin ich jedoch vor ein paar Jahren wieder davon abgekommen. Es ist in der Tat so, dass mit Sperlingen (das sind die ohne Glasköpfe) besser zu arbeiten ist.

Und zu guter Letzt kannst Du Dir kleine Sachen mit dem Klebeband „heften“. Insbesondere bei Reißverschlüssen verwende ich das sehr gerne.

Siehe auch unseren Tipp Nr. 2, wozu ich Powertape noch verwende oder Stylefix.

Zu beachten wäre nur, dass sich die Marke Farbenmix nicht auswäscht, während das von der Firma Prym beim nächsten Waschgang verschwindet. Hin und wieder hört man auch, dass die Nähmaschinenadeln verkleben. Ich selber hatte jedoch damit noch keine Schwierigkeiten.

 

 

nähen mit der Overlock

Ich bin mir sicher, Du wirst das Passende für Dich finden, mit dem Du gerne und erfolgreich arbeitest.

Eure

TOSCAminnis

 

Veröffentlicht am 30. April 2020.


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