Ich male im Auftrag

Aquarell

Manchmal ist Frau schon erstaunt, was ihr so passiert, völlig unerwartet. Ich habe einen Auftrag für ein größeres Bild bekommen, bzw. letztendlich wird es ein Triptichon. Das Aquarellpapier habe ich nämlich in der gewollten Größe nicht bekommen, jedenfalls zu einem noch bezahlbaren Preis. Das Thema durfte ich mir frei auswählen, ohne Vorgaben (bis auf die Größe), ohne Einschränkungen, wenn und abers. Ich konnte so malen, wie ich es wollte.

Und derzeit steht mir der Sinn nach Surealismus. Natürlich bin ich nur ein Hobbykünstler, male so wie es der Pinsel hergibt und ich schere mich auch nicht unbedingt nach architetktonischen Perspektiven. So wie es wird, so sieht es am Ende aus. Für mich ist Malen entspannend, hier kann ich keine Fehler machen, ich darf mich in klitzekleine Deteils verlieren, darf in Farben schwelgen und kann tun und lassen, wie es mir gefällt.

Ich bevorzuge Gesichter und ich male für mein Leben gern kleine, schiefe, alte Häuser. Und genau diese beiden Themen werde ich im Triptichon umsetzen. Ich habe mich für Aquarell entschieden, weil das für mich die perfekten Malutensilien sind.

Und jetzt zum Auftraggeber, es ist ein Freund meiner Tochter und anscheinend liebt er meine Bilder. Eines darf schon in seiner Wohnung hängen, das war praktisch ein Austausch zwischen perfekt durchgeführten handwerklichen Leistungen gegen Kunst. Bei mir sind wunderschöne Fußböden in der Wohnung und bei ihm hängt ein (wunderschönes (so hoffe ich jedenfalls)) Frauenbild im Wohnzimmer oder auch Schlafzimmer, das weiß ich jetzt nicht, wo es letztendlich seinen Platz gefunden hat. Es ist mehrmals innerhalb der Wohnung umgezogen und musste in den verschiedenen Räumen Probe wohnen.

 

Diese Dame ist ebenfalls wieder eine Kombination zwischen Figuren und Zentangel. Zentangelmalerei hat so etwas Beruhigendes.

Letzte Woche habe ich das Papier für das Triptichon bekommen. Ein Bild hat eine Größe von 100/70. Die Lieferzeit für das Papier hat gedauert und letzten Samstag besuchte ich unseren Baumarkt, um eine entsprechend große Auflagefläche für das Papier zu erwerben. So – und dann steht man vor einer leeren Seite Papier und weiß nicht, wohin den ersten Pinselstrich setzen. Der Anfang ist das Schwierigste. Nun, wie Ihr sehen könnt, ist es geschafft und die Arbeit nimmt ihren Lauf. Dumm ist, dass ich nur tagsüber arbeiten kann, um die Farben richtig einschätzen zu können. Deswegen wird es einige Zeit dauern, bis es fertig ist.

Eilen tut’s nicht, weil das Haus, für das die Bilder geplant sind, ebenfalls erst in der Planungsphase ist, so dass ich in Ruhe meine Ideen verfolgen und umsetzen kann. Es wird sicherlich spannend, an welcher Wand die Bilder ihren Platz finden werden. Das Haus selber wird sehr modern, irgendwie in Betonbauoptik und absolut minimalistisch, so dass die Bilder den richtigen Rahmen finden werden. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Aquarell

Vorerst werden ein paar Monate ins Land gehen, bis die Bilder fertig sind. Im Moment bin ich mit meinen Gedanken auch schon beim zweiten Bild – also bei der Motivwahl – die Bilder müssen zusammenpassen, da habe ich schon so eine Idee – für das dritte habe ich noch gar keinen Peil. Mal sehen was mir einfällt.

 

Liebe Grüße

Eure

TOSCAminnis

Veröffentlicht am 14. September 2020.


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