Dirndl mit Wiener Naht: Tipps & Tricks wie die Naht gelingt.
Du möchtest ein Dirndl mit Wiener Nähten nähen, aber die geschwungenen Schnittteile scheinen einfach nicht zusammenzupassen? Ein Teil steht über, das andere wirkt zu kurz – und beim Stecken entstehen plötzlich Falten oder kleine Beulen in der Rundung?
Keine Sorge: In den meisten Fällen ist mit dem Schnittmuster alles in Ordnung. Durch die Rundung und die enthaltene Nahtzugabe sehen die Schnittteile unterschiedlich lang aus, obwohl ihre Nahtlinien genau zusammenpassen.
In diesem Beitrag zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du die Schnittteile richtig vorbereitest, an den Passpunkten zusammensteckst und die Wiener Naht sauber und faltenfrei nähst. Außerdem erfährst Du, warum sorgfältiges Bügeln bei diesen geschwungenen Nähten besonders wichtig ist.
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Was ist eine Wiener Naht?
Die Wiener Naht ist eine geschwungene Teilungsnaht, mit der ein Kleidungsstück körpernah und formschön gearbeitet werden kann. Sie beginnt am Armloch, verläuft über die Brust und endet an der Taille oder am Saum.
Darin unterscheidet sie sich von der klassischen Prinzessnaht, die bereits an der Schulter beginnt. Wiener Nähte findet man besonders häufig bei figurbetonten Kleidern, Trachten und Dirndln.
Durch ihren geschwungenen Verlauf kann die Wiener Naht beim ersten Nähen etwas knifflig wirken. Besonders irritierend ist, dass die zusammengehörenden Schnittteile auf den ersten Blick unterschiedlich lang aussehen. Das liegt jedoch an der Rundung und an der enthaltenen Nahtzugabe.
Damit später alles faltenfrei zusammenpasst, kommt es vor allem auf drei Dinge an: die Nahtlinien, die Passpunkte und das sorgfältige Stecken der Rundung. Schauen wir uns zunächst an, warum die Schnittteile so unterschiedlich aussehen.
Schnittteile für die Wiener Naht vorbereiten
Optisch wirkt das vordere Seitenteil oft länger als das mittlere Vorderteil. Das liegt an der Rundung und der enthaltenen Nahtzugabe.

Zum Vergleich: Ohne Nahtzugabe passen die Teile exakt nebeneinander.


Wiener Naht richtig stecken und nähen
Auf dem unteren Bild haben wir die Schnittteile – um das Maß der Nahtzugabe – übereinander gelegt, sodass sie wieder exakt zusammenpassen.

Und so wird die runde Naht perfekt:
Nahtzugabe markieren: Zeichne die Nahtzugabe von 1 cm mit Kreide oder einem Trickmarker auf die Stoffteile.

- Stoffteile stecken: Stecke das vordere Seitenteil an der markierten Nahtzugabe auf das mittlere Vorderteil. Achte darauf, dass die Stoffkanten genau aufeinanderliegen.
- Passpunkte beachten: Stecke die Teile an den Passpunkten aufeinander. Lege die Rundung Stück für Stück aufeinander und fixiere sie mit Stecknadeln. Achte darauf, dass die Stoffteile an der Taille genau aufeinander treffen.

Genäht wird wie folgt:
1. Nahtzugabe einzeichnen und mit Stecknadeln fixieren. Beim Dirndl wird im Rückenteil noch eine Paspel dazwischengefasst – hier zeigen wir allerdings ein Vorderteil

2. Rundung nähen: Achte beim Nähen darauf, dass die Rundung faltenfrei bleibt. Nähen in kleinen Abschnitten kann helfen, die Rundung sauber zu gestalten.

3. Bügeln: Nach dem Nähen die Teile bügeln. Wir verwenden ein Bügel-Ei, alternativ kannst Du aber auch ein Handtuch zusammenrollen und die Rundung nachbilden. Das Bügeln ist beim Nähen übrigens die halbe Miete.
4. Nahtzugaben einschneiden: Damit sich der Stoff gut in die Rundung legt, schneide die Nahtzugaben bis knapp an die Naht ein.

Und so sieht es von vorne aus:
Voilà, alle Teile passen zusammen und sehen richtig gut aus. Teilungsnähte ergeben immer ein schönes Schnittbild und deine Projekte werden damit richtig schick.

Wiener Nähte sind leichter, als sie zunächst aussehen
Die geschwungenen Schnittteile einer Wiener Naht können auf den ersten Blick tatsächlich etwas verwirrend wirken. Wenn Du Dich aber an den Nahtlinien und Passpunkten orientierst, die Rundung Stück für Stück steckst und anschließend sorgfältig bügelst, fügen sich die Teile sauber zusammen.
Wiener Nähte sorgen nicht nur für eine schöne, körpernahe Passform. Sie bieten auch viele Möglichkeiten, Dein Dirndl besonders zu gestalten – zum Beispiel mit einer eingesetzten Paspel oder unterschiedlichen Stoffen für das mittlere Vorderteil und die Seitenteile.
Nimm Dir beim Stecken und Nähen etwas Zeit und lass Dich nicht davon verunsichern, dass die Schnittteile zunächst unterschiedlich lang aussehen. Genau darin liegt die Form, die später für den schönen Sitz des Dirndls sorgt.
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Hey, ich bin Silvi!
Ich bin der kreative Kopf hinter TOSCAminni und lebe mit meiner Tochter und unseren beiden Cocker Spaniels Napoleon und Louie im schönen Niederbayern.
Seit 2008 entwickle ich Schnittmuster und ausführliche Nähanleitungen, mit denen auch aufwendig wirkende Projekte Schritt für Schritt gelingen. Im Blog teile ich außerdem Ideen rund ums Selbermachen, Kochen, Backen und einen bewussten Alltag.
Transparenzhinweis: Einzelne Modellbilder wurden KI-gestützt erstellt. Auch beim Strukturieren und Formulieren des Textes kam KI zum Einsatz. Nähwissen, Anleitung und abschließende Prüfung stammen von TOSCAminni.







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